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Der Feiertagstrubel zum Jahresende ist vorbei, Weihnachten haben wir ja unserer ungebrochenen Kauflaune, so jedenfalls der Einzelhandelsverband, die Stange gehalten und blieben treu. Jeder hatte etwas für Jeden, das obwohl man sich jedes Jahr gegenseitig tief in die Augen schauend sagt – wir schenken uns nichts, nur etwas für die Enkel sei drin damit es nicht…. Und doch hatte man, nur eine klitzekleine Kleinigkeit, fast nicht zu sehen!
So ging Weihnachten vorbei mit gegenseitigen Besuchen bei den Kinnings, 10 Gänsekeulen für alle mit Klöße, Grünkohl und/oder Rotkohl am ersten Abend. Liest sich nicht nur toll – hat auch allen lecker geschmeckt. Oma, nächstes Jahr wieder! Gänsekeulen für alle deshalb, damit nicht nur zwei eine Keule bekommen und der Rest der Gäste müssen sich den hohlen Torso teilen. Und außerdem sagt Koch Schubeck, dass die Keule das Beste der Gans sein soll.
Die Tage danach wurden im Alltag mit Entsagung der Völlerei verbracht. Aber das kulinarische Anpeilen von Silvester und Neujahr ging los, obwohl eigentlich ein fast ganz normales Wochenende hinsichtlich der Einkauferei, ich bezeichne das als Nahrungssuche, vor uns stand. Aber es ist ja schließlich auch ein symbolisches Wochenende, mit dem letzten Tag des alten und dem ersten Tag des Neuen Jahres. Da kann man sich ja schon mal etwas gönnen. Es war ja schließlich schon einige Tage her als…
Die Leute, die sich am Donnerstag vor Öffnen der Diskounter vor diesen in Reihen aufstellten und geduldig warteten, dass endlich geöffnet wird und die begehrte Ware „Silvesterfeuerwerk“ in den Auslagen fast überrannt wurde, die hatten scheinbar gar keinen Bock auf gutes Essen oder Essen überhaupt. Das Funkeln in den Augen beim Anblick des Knall- und Raketenzeuges, trotz saftiger Preise, ließ scheinbar fürs Einkaufen im Weiteren keinen Blick mehr übrig und zur Nebensache werden. Meine Befürchtung, dass das Wohnumfeld nach den Feuerwerksaktionen des Abends und in der Nacht einer Dreckhalde gleichen würde, erfüllte sich doch nur zum Teil. Ich gehe davon aus, dass einige der Detonateure denken – wenn überhaupt – dass im Preis der Feuerwerke gleich die Kosten der Stadtreinigung oder Hauswartfirmen enthalten und bei den Diskountern schon beglichen sind. Die Gewohnheit knallen, schießen und liegenlassen hat sich verfestigt und die Wohnaufgänge derer, die man so kennt und vermutet… sind am meisten verdreckt. Man kennt also seine Schweine am Gang, Nachsicht bitte – heute ist ja schließlich Feiertag.
Wir haben jetzt fast 12 Monate Zeit über Besserung nachzudenken, aber im Jahresverlauf sind ja auch noch diverse Feiertage und in gut 360 Tagen sind hoffentlich alle Spuren weg, dann gibt es wieder etwas zum Böllern, jede Menge Schwarzpulver und Pappe.
Na dann ein Gutes..
Eigentlich wollte ich den Blog insgesamt einstellen… erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigungen, die sich im Laufe des letzten halben Jahres eingestellt haben, waren Anlass zu Überlegungen der Sinnhaftigkeit der Fortführung. In den letzten Wochen habe ich meine bisherigen politischen Aktivitäten sehr eingeschränkt und auch Auschussmitgliedschaften beendet. In wie weit ich in der Kommunalpolitik noch „mitmischen“ möchte oder kann wird die Zukunft zeigen. Anderseits steckt in einer Homepage mit etwa 200 Artikel auch eine Menge Arbeit und es sind etwa 33000 Zugriffe gezählt. Dieses nun per Klick zu beenden wäre schon hart für mich. Lediglich über einen neuen Namen mache ich mir schon praktische Gedanken.
„Feuilleton“ – das Neue über das Leben und Kultur im eigenen „Sprengel“ – auch politische Kultur wenn es sie (überhaupt) gibt, werde ich ändern wollen um persönlichere Bezüge herzustellen. Warum…weil ich mich um diese Dinge in Strausberg bei allem noch vorhandenen Interesse nicht mehr vorrangig kümmern möchte. Da gibt es genügend neue Ideen, was nicht heißt dass die besser wären, aber die flotten Sprücheklopfer sollen auch dann schon mal ran und selbst verantworten.
Irgendwann in nächster Zeit gibt es somit einen veränderten Namen und auch die Beiträge werden dann unter anderem Gesichtspunkt geschrieben. Ich bin selbst neugierig und gespannt. Bis dann…
Apropos Fluglärm… da gibt es ja einen Verein, der seine Vereinstätigkeit darin sieht, immer wieder gegen den Flugplatz Strausberg zu wettern. Wer sich mit der Geschichte der letzten 20 Jahre des Flugplatzes beschäftigt wird erfahren, dass der Flugplatz unmittelbar nach der Wende 1989/90 fast ein Jahr sowohl noch von der damaligen NVA (wie schon fast 40 Jahre zuvor) als auch von der Bundeswehr betrieben wurde. In den ganzen Jahren und auch nach der Wende bot er Beschäftigung für nicht wenige Zivilbeschäftigte aus Strausberg und den umliegenden Orten. Als der Flugplatz im Oktober 1990 „abgewickelt“ wurde, ist die Stadt Strausberg seitens des Bundes gebeten worden, den Flugplatz weiter zu betreiben im Interesse von zumindest 5 inzwischen sich auf dem Flugplatz neu gegründeten Firmen, einige als „JointVenture“, und deren Arbeitskräfte.
(Joint Venture (JV) heißt nichts anderes als gemeinsames Unternehmen. Dabei geht es im Prinzip darum, dass mindestens zwei Firmen eine Kooperation oder eine neue Firma gründen, meist im Ausland.) Quelle:MittelstandWIKI 02.11.2009
Die Stadt betrieb tatsächlich den Flugplatz weiter. Dazu erhielten wir alle behördlichen Genehmigungen in sehr kurzer Zeit. Es war zu dieser Zeit der einzige Verkehrslandeplatz in Deutschland, welcher innerhalb einer AB-Maßnahme betrieben wurde. Ist das noch geläufig… Arbeitsbeschaffungs-Maßnahme? Es war eine besonders große AB-Maßnahme mit über 70 Beschäftigten. Deren Aufgabe war es, den Verkehrslandeplatz neu zu strukturieren, das hieß auch aufräumen bzw. Abräumen von diversen Bunkern, Radaranlagen, Tankstellen und Abstellplätzen (Schrott). Dies erledigte dann zum Teil auch die auf dem Platz ansässig gewordene Firma GBA, die zB. Arbeitslose zu Baumaschinisten an den jetzt neuen Maschinen und Geräten ausbilden konnte mit dem „Übungsterrain“ alter Flugplatz. Die Beschäftigten von AB und auch GBA kamen aus Strausberg und den umliegenden Orten des Kreises und es waren auch die Fachleute dabei, die vorher schon den Flugbetriebsdienst machten und auch „abgewickelt“ wurden und die jetzt den Flugbetriebsdienst weiterhin garantierten.
Parallel dazu gründeten wir eine „Flugplatz-Betreiber-Gesellschaft“ mit den Gesellschaftern Strausberg, Klosterdorf, Landkreis Strausberg/MOL und Grohmann-Air. Inzwischen ist der Platz, jetzt nach neuer Bezeichnung Verkehrslandeplatz, seit vielen Jahren Bestandteil der Luftverkehrskonzeptes des Landes Brandenburg.
Ab dem Tag der Gesellschaftsgründung war ein Geschäftsführer ordentlich bestellt und diese Gesellschaft betrieb nun den Flugplatz, auch unter Weiterführung der besagten AB-Maßnahme. Somit hatten auch die Gemeinde Klosterdorf und der Landkreis Strausberg/MOL neben Strausberg wollend und wissend diesen Verkehrslandeplatz betrieben, obwohl man daran heute scheinbar nicht mehr erinnert werden möchte.
Betrieben wurden auch einvernehmlich durch Beschlüsse der Gesellschafterversammlung alle Planungen zur Neugestaltung des Platzes. Somit waren durch Planverfahren auch Bereiche ausgewiesen und bekannt gemacht, die eigentlich ein Bauverbot für Wohngebäude enthielten. Das sind die An- und Abflugsektoren. Dennoch haben in solchen Bereichen einige Leute neue Häuser gebaut. Hier ist der Landkreis als Baubehörde seine eigenen mitgefassten Beschlüsse zur Entwicklung des Verkehrslandeplatzes in Strausberg unterlaufen. Wußte in dieser Behörde die Rechte von der Linken? Aber es sind eben Tatsachen geschaffen worden! Sowohl im angrenzenden Bereich zum Platz in Strausberg als auch in Klosterdorf sind neue Wohnhäuser entstanden. Bauen mit Wissen des Vorhandenseins des Platzes zum Teil in unmittelbarer Nähe, wo Flugzeuge mit allen Begleiterscheinungen das vorrangige Verkehrsmittel sind, und in der Folge Protest gegen ausgemachten Fluglärm von diesem Platz.
Iss doch schizo…
Eine eigens dazu aufrufbare Internetseite meldet innerhalb von fast 20 Monaten seit Bestand dieser Seite immerhin 11 „Fluglärmvergehen“ von 5 verschiedenen Personen auf Grund von subjektiven Wahrnehmungen. Dass man auf geeichte und rechtlich verwertbare Meßdaten zurückgreift ist nicht ersichtlich. Der letzte „aktuelle“ Artikel ist vom zeitigen Frühjahr 2011. Man argumentiert so, als wenn man von der gesamten Einwohnerschaft Strausbergs quasi das Sprachrohr und Interessenvertretung wäre – ein ziemlich hoher, wenn nicht überzogener Anspruch. Bitte nicht für mich! Für meine eigenen Interessen bin ich mein eigenes Sprachrohr.
Völlig abfällig aus meiner Sicht wird über auf dem Verkehrslandeplatz ansässige Firmen argumentiert „die paar…“ „die könnten ja woanders sein“ „geringer wirtschaftlicher Wert“. Wenn ich solche Argumente wahrnehme frage ich mich, hat je einer dieser „Protestler“ schon einmal eigenes wirtschaftliches Wagnis als Unternehmer probiert und durchgestanden? Es ist doch ziemlich einfach zu fordern „macht zu, ich will meine Ruhe haben“. Die auf dem Platz ansässigen Unternehmen tippen sich durchweg an die Stirn.
Wer es noch nicht wusste oder es verdrängt hat, der Verkehrslandeplatz, vorher Flugplatz, Strausberg existiert seit 1936 und es hat auf diesem Platz immer Flugbewegungungen gegeben trotz unterschiedlicher politischer Systeme. Immer haben auf diesem Platz Menschen Arbeit gefunden und waren eigentlich zufrieden diese zu haben. Nun soll das was seit 20 Jahren entwickelt wurde im Sinne der „Protestler“ aufgegeben werden? Da frage ich mich nach der Ernsthaftigkeit des Anliegens. Abwicklungen hatten wir durch die Wende schon genügend. Wer gibt dann den Menschen eine neue Arbeit? Ist ja eigentlich auch egal!
Protest – auf jeden Fall…
Da war in einer Ausgabe der Internet-MOZ der vergangenen Tage zu lesen, dass die Gemeinde Petershagen-Eggersdorf ja eigentlich vom herbeidemonstrierten und –geredeten Fluglärm vom BBI nach Eröffnung dessen im nächsten Jahr gar nicht so richtig betroffen sei. So zumindest die zu lesende Erleuchtung einiger Gemeinderats-Mitglieder. Dass der Kreis MOL in der Fluglärmkommission vertreten sei, wäre ja richtig toll und dass man „denen“ (wen auch immer) zeigt was eine Harke ist, das ist ausgemachte Sache. Ermunterung zum Protest der Betroffenen auf jeden Fall, obwohl man nicht so richtig betroffen ist. Das sind eben demokratische Spielregeln….
Das eigentliche „Problem“ jedoch käme aus Richtung Osten, genauer orientiert vom Flugplatz in Strausberg. Die Flieger, die von dort kämen oder dort hin fliegen, die kleinen ein- und zweimotorigen Flugzeuge sind das ausgemachte Übel und sind die eigentlichen Fluglärm-Verursacher, so ein anderes findiges Gemeinderats-Mitglied. Man gewinnt den Eindruck „reden des Redens wegen“ ohne genau zu wissen worüber. Dass im Luftraum bis zur Autobahn, das Revier von Petershagen-Eggersdorf endet einige Meter davor, auch Flugzeuge jeglicher Art unterwegs sind, die auch wirklich nicht alle vom/zum Flugplatz Strausberg in der Luft sind, ist erst einmal völlig egal – zumindest gewinnt man den Eindruck. Sofort sprang wohl der Bürgermeister auf den neuen durch das Dorf getriebenen Gaul und hat das „Problem“ auch sofort erkannt und will sich mit der Strausberger Kollegin ins Benehmen setzen und „Problembekämpfung“ ist verabredet, auf jeden Fall – ohne zu wissen dass es ein Problem gibt. Das nach Planverfahren und Einbeziehung von Ämtern, Gemeinden, Kreis und Land. Absurd.
So ist dass eben mit den in den Bürgermeisterschoß gefallenen dankbaren Aufgaben, die “unschädlich” sind, die lebenslang dauern könnten – zumindest bis zur nächsten Wahl.
Was den BBI angeht – ich hatte gute Bekanntschaft zu einem quasi „BBI-Anlieger“, der vor einigen Jahren mit anderen Betroffenen „umgesiedelt“ wurde, am anderen Ort ein neues, gepflegtes Wohnhaus als Entschädigung gebaut bekam, dort einzog und weiter recht gut dort lebt. Die inzwischen vorhandene Freizeit als Rentner verbringt er damit, dass er unter anderem in der Garage Plakate malt und gesellig mit anderen Leuten gegen BBI demonstriert. Ob denn alle wissen, die neben ihm sind fragte ich ihn, dass er ein verhältnismäßig sehr gut Entschädigter sei, ohne darauf je eine Antwort erhalten zu haben. Seit dem ist die einst so gute Bekanntschaft futsch.
Es ist etwas geschehen… in den letzten vergangenen Tagen ist an der Erdgas – Tanke in Strausberg (vermutlich auch in Vogelsdorf und auch am A10 Center in Wildau) ein Preisrutsch festzustellen von 107,9 Euro auf 105,9 Euro! Immerhin… Das nun als Nachtrag, so viel Zeit muss sein, zur kundenfreundlichen Entwicklung!
Am vergangenen Sonntag fuhr ich auf Einladung einiges mir seit Jahren bekannten Flugmodellbauers ins Schaumburger Land, genau in einen kleinen Ort mit dem Namen Lindhorst. Dieser Ort hat aber nichts mit der Überschrift und Strausberg zu tun, nein.
Da ich seit gut drei Jahren ein Auto mit Erdgasanlage fahre, natürlich auch aus Kostengründen der gefahrenen Kilometern fast ausschließlich mit Erdgas fahre – dort wo es an Tankstellen verfügbar ist, rechnete ich mir an Hand der Fahrstrecke von Strausberg bis hinter Hannover aus, an welchen Tankstellen ich nach wie viel gefahrenen Kilometern ich tanken müsste. Die an der A2 gelegenen Erdgas-Tankstellen, in der Regel kleine Entfernungen neben der Autobahn, suchte ich mir über bekannte Seiten im Internet heraus und bereite diese Adressen für den Navigator vor. Schon am Vorabend rieb ich mir freudig die Augen, die Gaspreise an den in Frage kommenden Erd-Gastankstellen liegen weit unter den Preisen von EWE-Strausberg und deren Tankstationen. Mal sehen ob es denn wirklich so eintrifft dachte ich mir.
Sonntag früh um 5.30 düste ich los in den Westen. Die erste programmierte Tankstation lag im Gewerbegebiet von Brandenburg / Schmerzke. Mit gut halbvollem Gastank traf ich dort nach etwa 135km ein. Hier war ich doch schon einmal…ein Automat. Die EMB GmbH aus Potsdam, deren Tankstation ist das, verlangte für ein Kg Erdgas 0,995 Euro im Verhältnis zu 1,079 Euro in Strausberg. Weiter in Richtung Westen. Die nächste im Navigator programmierte Tankstelle war in Königslutter. Doch schon von Ferne sah ich das ARAL-Schild und den Preis von 1,029 Euro und wieder ein noch halbvoller Gastank. Also nix mit tanken in Königslutter und weiter gen Westen mit dem vorhandenen Gasvorrat. Für den Notfall hatte ich ja noch den vollen Sprittank. In Lehrte, zwischen Braunschweig und Hannover war es dann so weit zum Tanken. Es gingen von 13,5 max. möglicher Kg’s Gas 12,24 in den Tank für ganze 12,23 Euro. Kg-Preis 0,999 Euro im Namen und auf Rechnung der Stadtwerke Lehrte – na bitte!
Für die Rückfahrt am Abend war Tanken natürlich wieder nötig. Diesmal war der ARAL – Autohof Königslutter entfernungsmäßig dran. Hier musste ich in den „sauren“ Apfel von 1,029 Euro / Kg Gas „beißen“….Damit kam ich gut wieder bis Scherzke an den Tankautomaten und von dort wieder nach Strausberg. Die ganze Tankerei hat mir gut 37 Euro gekostet für 800km… Dass das zumindest preislich weit günstiger ist wie der Gaspreis der EWE an den Tankstellen ist das Eine, dass man mit Benzin für die Strecke hätte etwa 56 Liter ( derzeit um gut 1,50 Euro )Super verfahren und hätte mindestens etwa 84 Euro oder noch mehr bezahlen müssen ist das Andere. Ökologisch ok, aber muss die EWE als regionaler Monopolist dabei trotzdem im Vergleich zu anderen „ihren Schnitt machen“? In dieser Hinsicht ist Strausberg mit der EWE wirklich Spitze.
Aber die Verbesserung der Ökologie liegt uns am Herzen, sagt ja auch Frau Kanzler und bescherte uns E10, und mit den Mehrcents und Mehreuros, die wir ja gerne aus dem Portemonnaie schnipsen, finanzieren wir selbstredend gern die Bilanzen der EWE. Dass die anderen Erdgastankstellen, zumindest die westlicher von uns gelegen sind, die Preise der EWE aus dem Jahr 2010 haben, das ist eben einfach nur eine Feststellung. Doch die anderen Multis von den Tankstellen lassen uns ja auch zu Ader….
Im Jahre 1993 erhielt ich aus Berlin (West) Post einer älteren Dame, die 1961 am 13. August einfach „ausgesperrt“ wurde, weil Stacheldraht und Grenzerbauer sie hinderten einfach wieder nach Hause, nach Strausberg zu fahren. So einfach sind Lebenslinien, Verwurzelung und Heimat zerschnitten worden. Noch heute das zu bagatellisieren oder schön zu reden, ist schon mehr wie die Dummheit, wie sie damals 1961 als Staatsräson galt. Sie hatte in all den Jahren immer ihre Gedanken aufgeschrieben, wovon sie mir im Jahr 1993 davon ein kleines Schriftstück aus dem Jahr 1962 zuschickte. Den Brief habe ich noch immer in Verwahrung, eine Kommentierung der aufgeschriebenen Gedanken erübrigt sich.
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„Es war einmal…“ so fangen eigentlich immer die Märchen an und enden mit „wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie heute noch“. Nein, es ist kein Märchen, sondern knallharte Geschichte, die auch mein Leben änderte und beeinflusste. In den letzten Wochen häuften sich auf allen TV-Sendern die Berichte, Rückblicke und Statements zum 50. Jahrestag des Mauerbaues der DDR am 13. August 1961. Selbst die MOZ als Regionalzeitung hat Zeitzeugen gesucht und an diese appelliert, sich öffentlich des Datums und der persönlich erlebten Ereignisse zu erinnern. 50 Jahre seit 1961 sind im Verlauf eines Lebens schon eine gehörig lange Zeit. Viele der Großeltern und Eltern, die vor und am 13. August 1961 uns damals Jüngeren eine Menge an Meinung und Verhalten mit auf dem Weg gaben, sind schon lange nicht mehr am Leben und haben zum Teil den Mauerfall 1989 nicht mehr erleben können.
Anfang August 1961 wurde ich gerade 15 Jahre alt und habe sofort und in aller Ungeduld meinen „Berechtigungsschein für Kleinkrafträder“ bei der Polizei in der Wriezener Straße gemacht. Das Ganze dauert maximal eine Stunde, Fragen zur Vorfahrt und einiges mehr mussten richtig beantwortet und 8 Mark bezahlt werden. Dafür bekam man einen Schein mit Siegel und Unterschrift des uns Abfragenden in grüner Uniform. Die Frage von uns, warum jetzt so viele Autos auf dem Hof stehen, wurde einfach überhört. Es war die Zeit, wo seit einigen Wochen ähnlich wie Steckbriefe große gedruckte Zettel an Haltestellen der Straßenbahn, an Bahnhöfen der S-Bahn in Strausberg, an Wänden neben Eingängen von HO und Konsum geklebt waren mit Namen von Menschen aus Strausberg, die in Westberlin arbeiteten. Grenzgänger waren somit die Sozialismusverderber! Das mit den großen gedruckten Zetteln hinterließ bei mir den Eindruck von Gehörtem aus der Geschichte. Damals sind Sterne auf Schaufensterscheiben geschmiert worden… Öffentliche Verfolgung!
Mit dem Schein konnte ich nun die avisierte Ferienarbeit als Telegramm- oder Eilbote bei der Post per Moped (Motor und Pedale) SR2 aufnehmen. Das ging am 03. August in der Frühe um 6 Uhr los. Stolz knatterte ich mit dem Moped und der großen umgehangenen roten Telegrammtasche durch die Gegend. Telegramme waren regelmäßig über den Tag vom Fernamt in der Wallstraße abzuholen. Dort in der alten Post, oben zur Seite der Wallstraße standen die Fernschreiber und einige Frauen waren ununterbrochen damit beschäftigt, die aus den Fernschreibern „ausgespuckten“ schmalen Streifen mit Buchstaben und Zahlen auf Telegrammformulare zu kleben, diese Formulare zu falten und mit einer Klebestelle zu verschließen – ja, Postgeheimnis. Manchmal hat der komische braune Bürokleber das nicht zusammengehalten und dann gab es Stress mit dem Fernamt, warum die Telegramme nicht verschlossen waren, sonst hätte ich den schwarzen Peter gehabt wegen Verstoß gegen Postgeheimnis. Wieder aufgegangene Telegramme kamen wieder zum Fernamt zurück gegen Unterschrift wie beim Empfang. Es war ja eine richtige Aufgabe mit richtiger deutscher Ordnung.
Zwischendurch zum Mittag war ich immer kurz zu Hause zum Mittagessen. Was mir meine Mutter dort so erzählte über politische Geschehnisse rasselte mir wirr durch den Kopf. Politik oder so etwas nach Pioniere interessierte mich bis dato fast überhaupt nicht, hiesige Radiosender interessierten mich wegen der laschen und lauen Musik überhaupt nicht. Rias war gestört und mit meinem alten selbst reparierten Volksemfänger vor Gekreische fast gar nicht zu hören, Radio Luxemburg auf Kurzwelle in 49 Meter mit Musik von Camillo war mit einer langen L-Antenne quer über den Hof gespannt vor allem am Wochenende das Thema. Meine Mutter und mein Großvater meinten schon seit Wochen „die machen die Grenzen zu“. Ja was hieß das? „Wir sollten noch rechtzeitig abhauen ehe es nicht mehr geht“ Ja was hieß das nun wieder? Alles stehen und liegen lassen, Freunde nicht mehr sehen, ohne in der FDJ zu sein ab September zur Oberschule zu gehen fürs Abitur. Das war für mich völlig unvorstellbar, das nun gerade erwachsen werden hier aufzugeben.
In der Woche merkte ich täglich, wie die große rote Telegrammtasche immer voller wurde, dass meine Touren immer weiter in Strausberg wurden. Ich hatte bis 18 Uhr in 12 Stunden mehr als genug zu tun, um alle Telegramme gegen Unterschrift zuzustellen. Die Sache mit den schlecht oder fast nicht verschlossenen Telegrammen und den damit verbundenen Stress löste ich so, dass ich mir im Schreibwarenladen Proksch in der Großen Straße für 70 Alupfennige eine Tube Duosan-Rapid kaufte. Damit hielten nun alle Telegramme am Verschluss, für den endgültigen, was ich selbst machte. Aber Duosan für 70 Pfennige kam für die Post und fürs Fernamt nicht in Frage, war wohl nicht so geplant, und außerdem war kein Pinsel dran wie beim braunen Bürokleber.
Am 12. August war ein schlimmer Zustelltag, heute würde man fast Super Gau dazu sagen. Was ich zu diesem Zeitpunkt nicht wusste, es war der letzte Tag wo in der Zustellung internationale Telegramme dabei waren. Die waren durch Streifen gekennzeichnet. Diese internationalen Telegramme waren zu fast 100 Prozent Telegramme aus dem Westen. Diese Westtelegramme häuften sich im Laufe der Woche schon ganz schön, doch am 12. August war es extrem. Dort wo ich bisher die Telegramme zustellte, kamen nach dem Klingeln an der Haustüre immer Menschen mit freundlichen Gesichtern zur Abnahme und quittieren diese. Das änderte sich nun etwas, bescheidenes Trinkgeld wurde noch bescheidener. Am 13. August, es war ein freundlicher Sonntag, bin ich pünktlich um 6 Uhr zur Ferienarbeit in der Baracke der Post in der Berliner Straße erschienen. Zu Hause war noch alles ruhig gewesen. Doch die anderen wenigen Kollegen wussten es schon genau „Mensch Jürgen, die Grenzen sind zu, na gute Fuhre“. Dann fuhr ich mit dem knatternden Moped Richtung Fernamt, kaum waren Menschen zu dieser Zeit zu sehen. Die Frühschicht im Fernamt war anwesend, einige hatten an diesem Tag sogar den „Bonbon“ dran, das Parteiabzeichen. Das fiel auf… Auch der Zustellvorgang war etwas anders. Es musste jetzt in zwei Listen quittiert werden, doch die meisten Telegramme waren immer noch schlecht verschlossen. Eine Sache für mich und Duosan… Was sehr auffällig war – es waren absolut keine Westtelegramme mehr dabei. Mit der Zeit war dann zu erfahren, dass die Leitungen in der Nacht durch die DDR gekappt wurden. Bis zum Mittag zu Hause hatte ich mäßig zuzustellen, die Leute waren allesamt ganz kurz angebunden, Trinkgeld war jetzt null.
Mittags zu Hause erfuhr ich nun mehr. ARD in Schwarz-Weiß brachte es und auch meine Langdrahtantenne brachte etwas auf meinem alten Volksempfänger und das UKW-Radio der Eltern in der guten Stube ließen uns alles erfahren. Wir die DDR, haben die Imperialisten abgewehrt, den Bonner Ultras es gezeigt… Ein ganz Eifriger war Karl-Eduard vom Knack-Kanal. Solche Parolen waren es gewesen. Der ist ja fast aus dem Fernsehkasten herausgehüpft um uns persönlich zu “festigen”. Für mich stand somit fest „sollen die doch ihre Telegramme selbst ausfahren, wenn so viele mit MP‘s tagelang rumstehen und uns hinter Stacheldraht einsperren, die werden einen für den Job übrighaben-ich nicht mehr“. Am nächsten Morgen, Montag den 14. August gab ich beim neuen Oberpostler mit dickem „Bonbon“, der war bisher eher eine kleine Leuchte, in der Postbaracke alles ab, das Moped mit Zulassung und die große rote Tasche mit den übrig gebliebenen Telegrammen vom 13. August. 130 Mark für die knapp zwei Wochen waren der Lohn, um davon noch einige Sachen für die am 1. September beginnende EOS-Zeit zu beschaffen. Damit begann letztlich meine Zeit des stark erwachten politischen Interesses ausgehend von der Tatsache der ideologisch straff gespannten Zügel und die dann im heißen Herbst aktuelle Sache mit Gartenschläger, Resack, Höpfner und andere. Über folgende 28 Jahre kann sicher jeder, der nicht unbedingt in die DDR verliebt war, eine Menge erzählen. Nur so viel, die EOS ohne meine FDJ-Mitgliedschaft härtete für das weitere Leben schon mal anfänglich ab.
In den 70igern sagte ein betagter gut 80 jähriger Nachbar, er war so lange wie ich ihn als Kind schon kannte als „Telefonpostler“ mit dem Fahrrad unterwegs, zu mir „Junge, ziemlich 50 Jahre war ich mit Fahrrad auf Linie (Telefonleitungen an den Masten) unterwegs, drei Diktaturen habe ich erlebt, den Kaiser, die Nazis und jetzt die DDR – was habe ich nun davon mit 225 Mark Rente und eingesperrt. Ums Leben betrogen wurde ich, von der DDR die längste Zeit“. Hatte er Recht? Das war Verbitterung und das Wissen, es nicht ändern zu können. Bis zum Jahr 1989, was er selbst nicht erlebte, war es noch viel Zeit ohne zu wissen, dass die Zeit für uns noch kam und die vergangenen 28 Jahre hinter Mauer und Stacheldraht endete, obwohl die Kollegen Erichs und Egon und wie sie hießen es fast gebetsmühlenhaft über uns brachten “vorwärts immer, rückwärts nimmer” und ” den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf”. Obwohl weder Ochs noch Esel, aber es waren Mehrheiten, die Mut hatten und sich nicht unterbuttern ließen, die den Kollegen Erichs und Egon und wie sie hießen die Mauer einfach wegnahmen und diese aufmachten und schließlich abrissen – bis auf kleine Stücke zum Erinnern. Diese Jahre des Alltages und unseres Lebens wären andere Geschichten.
Seit etwa 10 Tagen sind wir nun wieder in Fonyod. Nicht nur der Garten machte einen ziemlich tristen Eindruck, richtigerweise einen trocknen Eindruck. Vom grünen Gras vom Mai war nicht mal mehr eine Ahnung davon übrig geblieben. Alles war braun und wie der Nachbar mir sagte hatte es in den letzten 8 Wochen keinen nennenswerten Niederschlag gegeben. Das hatte es schon immer wieder gegeben, fast wie Gezeiten, aber Mai und Juni hatten sonst immer ergiebige Niederschläge zwischendurch. Der Balaton selbst hat in diesem Jahr wenig Wasser – zum Baden reicht es alle Male. Zwei Tage wurde bei glühender Hitze mit etwa 35 Grad Ordnung im Garten hergestellt und danach und vorhersagegemäß trübte sich am vergangenen Mittwoch der Himmel ein, Gewitter und teilweise ergiebige Regenfälle bestimmten nun die Wetterlage. Temperaturen von 13 bis 20 Grad veranlassten viele Urlauber, den Strand und den Balaton zu meiden. Man traf sie in großer Anzahl beim Einkaufen in allen Märkten und auch in Fonyod auf dem Markt, trotz Regen am vergangenen Samstag. Noch nie in all den Jahren kam es vor, dass wir im Hochsommer am Abend die Heizung in Gang brachten. Klimawandel…?
Und dabei soll das bisherige Jahr insgesamt zu warm oder zumindest wärmer gewesen sein als alle zuvor. So brachte das Wetter der letzten Woche dem Strand viel weniger Gäste, aber Gaststätten und Eisdielen und Märkte hatten einen viel besseren Zulauf. Heute Morgen um 9 Uhr kam die Sonne erst zaghaft durch die Wolken, eine halbe Stunde später war der Himmel fast ohne Wolken ziemlich klar. Ein toller Tag kündigte sich so an – Mittwoch ist Markttag in Fonyod. Schon die kurze Anfahrt dorthin war heute sehr stressig, Autos, Autos und noch mehr Autos. Alle verfügbaren Plätze in den Straßen am und zum Markt waren voll geparkt.
Direkt am Markt waren eine Hüpfburg, ein kleines Karussell und Ponyreiten das Angebot für die Kinder. Dazwischen war angenehm die Panflöte eines Folklorekünstlers zu hören, den wir schon von den vergangenen Jahren kannten. Wer wollte konnte sich noch eine Riesenschlange fürs Foto und Forints um den Hals legen lassen.
Ansonsten waren alle Stände dicht belagert.
Menschen die zum Markt drängten, wir gehörten heute mal wieder dazu, ließen angesichts des Gedränges nur ganz langsames und gemütliches Gehen zu. Bei uns standen heute Tomaten, Paprika, Zucchini und frischer Dill auf dem Einkaufszettel. Kein Problem, das Angebot ist riesig und sehr gut, man schaut dann nur noch auf kleine Qualitäts- und Preisunterschiede. Nach einiger Zeit hatten wir alles für einen sehr überschaubaren Preis im Einkaufsbeutel und schoben durch die Menge langsam zurück.
Große Nektarinen und Pfirsiche verlockten noch und der Preis von unter einem Euro fürs Kilo war bei der sehr guten Qualität ok. Bleiben wir noch oder fahren wir zum Strand und naschen dort ein Eis – so meine Frage. Ja, Eis und Strandkaffee sind willkommen und das Auto nun vorsichtig und langsam durch die Menschenströme auf den Straßen gesteuert – geschafft, trotz ziemlichen Verkehrschaos waren wir dann wieder auf der Hauptstraße, zumal heute auch noch Grünmülltag mit den dazu gehörenden Fahrzeugen war. Über den Bahnübergang und zum Strand ist es nicht weit, doch kein Platz war fürs Auto zu bekommen trotz Bewirtschaftung mit 200 Forint/Stunde. Danke, das war es dann. Auf unserer Terrasse haben wir dann unser Eis aus dem Frost geholt und zwei lecker Schälchen fertig gemacht und lecker und genüsslich ohne Stress und Andrang genossen. Am kommenden Samstag ist wieder Markttag…
Es war mal wieder die urologische Untersuchung angesagt. So weit so gut…äh nicht gerade angenehm. Dazu hatte ich in Berlin vor Jahren eine mir zusagende Praxis gefunden. Jetzt bekam ich am Anfang des Monats zwei Überweisungen, eine davon für eine MRT – Untersuchung. Ist nichts Neues, der Tunnel wo es recht laut ist. Als Empfehlung auch eine Adresse in Berlin, alles in unmittelbarer Nähe zu den Öffentlichen. In Strausberg drei Minuten zur Bahn und in Berlin noch einmal 5 Minuten, drei Euro für die Karte ABC des Verkehrsverbundes – bequemer geht es aus meiner Sicht schon nicht zumal in Berlin Stellplätze absolut rar sind und die Politessen heiße Finger vom Knöllchen schreiben haben.
So dachte ich mir, dass man die MRT-Untersuchung auch in Strausberg machen könnte, nicht wegen der Knöllchen sondern schon wegen der regionalen Bindung. Also am nächsten Tag die Röntgenabteilung am Krankenhaus Strausberg angerufen. Die haben ja bekanntermaßen auch seit etwa drei Jahren ein MRT Gerät. Eine junge weibliche Stimme am anderen Ende der Leitung meldete sich ordentlich und ich trug mein Anliegen vor. „Ich benötige auf Grund einer Überweisung eine dringende MRT-Untersuchung….“ Diesmal fügte ich erstmals um Nachdruck zum vermitteln dazu „Ich bin privat versichert“ hinzu. Innerhalb von etwa 5 Sekunden hörte ich „ Mitte September…“ und nichts weiter. Meine erneute Nachfrage und Betonung dass es eilig sei führte zu einer erneuten „3 Sekunden Termin-Suche“ mit der abschließenden Auskunft „Ich sagte ja, Mitte September frühestens“. „Danke, wiederhören“ dann meinerseits. Wollte ich das noch einmal wieder hören? Enttäuschung auf der ganzen Linie!
Aber da gibt es ja eine ähnliche Einrichtung am neuen Trakt des Krankenhauses Rüdersdorf. Auch dort trug ich meine Anliegen vor, die gleiche Reihenfolge wie in Strausberg, weil ich es jetzt wissen wollte. Einige Sekunden mehr im Warten auf Antwort wie in Strausberg, dann kam die Antwort, die mich einigermaßen im Dunkeln stehen ließ „ Becken MRT machen wir nur am 27. August“….Was macht man bis dahin und was ist das für mich sich nicht erschließende Besondere an einer Becken MRT-Untersuchung und die nur am 27 August…Auskunftsdatum am 06. Juli!!!!
Hallo Herr Doktor, die regionalen durchaus vorhandenen Möglichkeiten Strausbergs und Rüdersdorf lassen mich etwas im Regen stehen. Ich werde dann mal die Praxis in Berlin anrufen. Dort hörte ich nach meinem abermaligen Vortrag, diesmal ohne Zusatz „Ich bin privat versichert“, „Sagen Sie mir bitte Ihre Telefonnummer, ich rufe in Kürze zurück“. Na ja…, was ist hier nun Kürze, das nach meinen zwei vorgehenden Pleiten. Nach knapp 5 Minuten ging das Telefon und die nette Dame fragte mich „Passt es Ihnen morgen früh um Neun, wenn nicht dann übermorgen Nachmittag“ Na klar passte das mit „Morgen früh um neun“ und so fuhr ich am nächsten Morgen wieder mit ABC des VBB für drei Euro bis zum Rosa-Luxemburg-Platz in die dortige Radiologische Praxis im Ärztezentrum in der Torstraße 35. Wie es sich gehört war ich 10 Minuten vor der Zeit an Ort und Stelle und Punkt 9 Uhr wurde ich aufgerufen. In der Röhre hatte ich Kopfhörer auf aus denen ziemliche „Löffelmusik“ kam, wenn es nicht so laut gewesen wäre, wäre ich bestimmt eingeschlafen. Nach einer knappen Stunde konnte ich den Raum mit dem Tunnel und der tollen Musik verlassen.
Befund sofort ging nicht weil viele Aufnahmen und wir einigten uns auf den nächsten Tag am Nachmittag. „Übrigens“ fragte die sehr freundliche und kompetente Ärztin „Warum haben Sie das MRT eigentlich nicht in Strausberg machen lassen?“ Auf meine Antwort darauf „es ginge ja auch in Strausberg, aber erst Mitte September und Rüdersdorf Becken MRT nur am 27 August….“kam ein Kopfschütteln und „Warum denn das? Ist ja völlig unverständlich“. Ja das war es für mich auch und ist es immer noch. Im Übrigen bin ich dann am nächsten Tag am Nachmittag mit einer gewissen inneren Anspannung wieder mit ABC für drei Euro vom VBB hingefahren und habe eine sehr beruhigende Befunderklärung am Computer erhalten, habe einen Umschlag mit dem schriftlichen Befund und einer CD darüber mitbekommen und ein freundliches „Alles Gute weiterhin“ noch dazu.
Was will man mehr? Nichts da mit “warum in die Ferne schweifen, das Gute liegt so nahe”, richtiger ist “wenn nahe nichts Gutes zu finden ist (es sich verweigert), dann musst Du in die Ferne schweifen”. Nur so mal…
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