Was soll das, von wegen “Auswärtige will man hier nicht” ???

 

In der MOZ (Märkische Oderzeitung) stand es heute geschrieben „Auswärtige will man hier nicht“. Das machte neugierig, obwohl ich nicht jeden Zeitungsartikel auf den Grund gehe, oft eher diagonal lese. Aber hier ist es anders gewesen. Ein Auswärtiger aus Bollersdorf, etwa 18km über den Hügeln in Richtung Osten, will auf unserem schönen See ein Elektro-Solar-Boot fahren lassen. Weil er es in Buckow auf dem Schermützelsee zur all umfassenden Begeisterung der Buckower und den Gästen der Stadt es dort so gut tut, will er auch die Strausberger und unsere Gäste , andere sagen Touristen, mit einem solchen Boot auch begeistern.
Aber er wollte doch seine Boots-Fahrgäste selbst mit Bussen herbringen, aus Bus-Fahrgästen quasi Boots-Fahrgäste machen, hab ich mal so verstanden!

Die Crux ist nur die, bereits vor etwa 8 Wochen hat der Ausschuss für Bauen, Umwelt und Verkehr bereits ein positives Votum abgegeben für unseren Einheimischen, den Fischer Rinast. Der will auch solch ein Boot, elektrisch angetrieben ohne Solar, auch auf unseren See fahren lassen. Dabei will er auch noch seinen Fischereibetrieb wirtschaftlich ausbauen und mit Angeboten erweitern, für die Strausberger und die Gäste, die Touristen. Es gibt eigentlich gar keinen Grund, sich für demokratisch zu Stande gekommene Entscheidungen nachträglich zu rechtfertigen, warum man so entschieden hat. Einen Versuch dafür habe ich…

Die dafür notwendige Überlegung und Entscheidung meinerseits war ziemlich pragmatisch, fand ich jedenfalls. Erst einmal ist es jemand aus unserer Stadt, der wird sich hüten müssen, das Ding mit dem Boot nicht als Blase platzen zu lassen und sich peinlich blamieren. Dann könnte er auch gleich auswandern…, Schuldsklaverei ist in Brandenburg nicht erlaubt! Weiterhin hat der Fischer seit Jahren und noch für viele Jahre mit der Stadt Fischereipachtverträge abgeschlossen, worauf sein gewerblicher Betrieb basiert. Er würde vor Freude so ziemlich aus dem Häuschen sein, wenn in seinen Fischereigründen, bei den Netzen und Reusen, nun ein „auswärtiger“ Solar-Dampfer umher schippert. Die Stadt würde jedesmal in die Friedensrichterrolle kommen, um dann dem „Auswärtigen“ seine Kurven auf dem See drehen zu lassen und dem einheimischen gestressten Fischer klar zu machen, dass sich wohlfühlende Touristen auf dem Solar-Dampfer des „Auswärtigen“ ebenso wichtig sind wie die Plötzen des Einheimischen. Eine tolle Aussicht…

Übrigens, der zitierte „Auswärtige“ will wie bereits erwähnt seine Fahrgäste selbst mit Bussen heranfahren und nach der Seefahrt wahrscheinlich wieder mit den gleichen Bussen wegfahren. Was ist daran Tourismus? Ich gehe davon aus, dass unser Fischer das auch kann und warum sollen wir Einen von uns nicht helfen wollen. Die Stadt hat lediglich zu entscheiden, wen sie auf ihrem „Grundstück Straussee“ mit solch einem Boot fahren lassen möchte. Wieso will man die Entscheidungen nunmehr aller Ausschüsse der Stadtverordnetenversammlung nicht akzeptieren? Das ist nun einmal so und keine Partei- und Staatsführung kann die Mehrheiten kassieren. Die Zeit dieser langen Arme ist seit fast 20 Jahren vorbei.

Wenn der „Auswärtige“ nun argumentiert „Mal sehen, was in zwei Jahren ist“ und damit spekuliert, dass der einheimische Fischer nicht aus den Pötten kommt, finde ich das ziemlich fade. Ich werde mich an solche Haltung „gerne“ erinnern und trotzdem den Fischer weiter unterstützen.

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