Das Wählerforum für die Bürgermeisterwahl am 28. Februar beim Bürgerbund Nordheim im Jugendsporthaus am 27. Januar war recht gut besucht. Bei uns am Tisch nahm der besagte und in Strausberg bekannte Herr Ingolf, Unternehmer in Klosterdorf und wohnhaft in Fredersdorf, mit einem flüchtigen Gruß Platz. Mein Fraktionskollege Steffen fragte auch prompt „Mensch Ingolf, was führt Dich her und womit haben wir die Ehre verdient?“. Die Antwort kam auch prompt „Ich bin interessiert und Vertrauensperson des Bürgermeisters“.
Ist ja ok… wenn er meint, dass das so toll ist…dann soll er doch die Person mit Vertrauen sein. Das hat uns ja nun nicht vom Hocker gerissen, dass ein Fredersdorfer sich um Strausberger Wahlgeplänkel kümmert, war ja dann auch noch nicht aufregend.
Aber das dicke Ende kam dann ja noch. Dieser Herr Ingolf hatte mitunter auch an die Bewerberin, die Kämmerin E. Stadeler, mehrere Fragen. Eine Frage, mehr ein Komplex und unnötig an diesem Abend und einem Fredersdorfer aus meiner Sicht überhaupt nicht zustehend, verstand ich als öffentliches Nachhaken wegen der nicht zustande gekommenen Sommerrodelbahn, die der Herr Ingolf am Marienberg wohl bauen wollte. Leider hat er bei der Fragerei verschwiegen, dass er durch sein Zutun sich selbst richtig derb ins Nest gemacht hat, indem er bei Dienststellen des Bundes als Grundstücksverkäufer durch sein Auftreten schlichtweg den Grundstückspreis verdarb. Darum hat es letztlich nicht funktioniert…Nun hat er öffentlich Nachgetreten und das ist mehr als unfair für eigene Dämlichkeit andere öffentlich anzupiseln.
Dann verstieg er sich zur Frage, ob sich die Kämmerin als Mitbewerberin um das Amt des Bürgermeisters als „Königsmörderin“ wohlfühle….Wer ist hier der König, den der Herr Ingolf erwähnte? Er meinte wohl den Bürgermeister, für den er ja die Vertrauensperson ist…Es geht hier um die Wahl zum Bürgermeister und nicht um eine Krönung, obwohl… Aber Vertraute waren sie schon vor 8 Jahren mit sehr „bemerkenswerten“ Aktionen im Hintergrund.
Das Ganze ist ein höchstpeinlicher Riesenfehltritt oder eine abgekartete Schmierenkomödie im Wissen der beiden gegenseitig Vertrauten, wenn ich nur an die Handvoll mir bekannter Beifallklatscher denke. Da man ja schließlich Herr Ingolf ist, ist auch an eine Entschuldigung seinerseits nicht zu denken. Da der Bürgermeister alles durch öffentliches Schweigen quasi toleriert, hat er sich für den 28. Februar selbst „empfohlen“. Das hat mit verabredeten fairen Wahlkampf nichts zu tun, letztlich jetzt wird es richtig sichtbar wie schmutzig es schon ist. Wenn man solche „Schützenhilfe“ wie die des Herrn Ingolf aus Fredersdorf braucht um zu Würden zu kommen… ist denn jedes Mittel recht wie auch die äußerst schwache „Textintervention“ einer Frau Huth in der MOZ? Wo sind wir hingekommen? Eigentlich bin ich sehr tolerant, aber soll doch Herr Ingolf in sein Fr….Dorf bleiben, bei Wiederholung lohnt es sich wieder über Grenzgräben nachzudenken, um nicht jeden Ehrabschneider bei uns reinzulassen!
Ich mache das gern ohne Anspruch auf Dank. Falls Sie meine vorigen Artikel, vielleicht intellektuell nicht Ihre Ansprüche erfüllend, zum Thema Wahlen, Wahlbeteiligung und Wahlverweigerung versucht hätten zu lesen, dann wäre es Ihnen mit ziemlicher Sicherheit aufgefallen, dass Ihre Einschätzung sich mit meiner deckt – ohne jedwede vorgehende Absprache dazu. Bei den stattfefundenen Versuchen Landräte direkt zu wählen, hat es ein regelrechtes Beteiligungsdebakel gegeben – sicher bekannt. Und nun? Die Politik registriert es und macht einfach weiter so, wie bisher.
Die rechtlich mögliche Mehrheit einer sich beteilgenden Minderheit der Bürger bringt solche Ergebnisse wie am 28. Februar und am 21. März zustande. Vor 8 Jahren sah das Ergebnis am 15.März fast genau so aus. Es wäre Ihnen doch eine Leichtes gewesen, gleichfalls die Mandatsträger, Parteien oä., zu aninmieren “auf die Bürger zuzugehen”. Das Zugehen von den Mandatsträgern erfolgt in der Regel kurz vor Wahlterminen, um sich dann in der Zeit zwischen Wahlterminen nur noch temporär an die Bürger zu erinnern weil man damit zu tun hat, nahestehende Lobbys zu bedienen mit der Begründund “das sind wir unseren Wählern schuldig”. Ist doch schon fast pervers… Die Mehrheit der Bürger hat genau das durchschaut, trotz Schönreden, und verweigert sich. Etwa 80% der Wähler hier in der Hegermühle haben sich abermals verweigert, ohne dass bei irgeneiner Partei oä. eine Erkenntnis wahrzunehmen ist, trotz Bürgerbund (von Links), im Prinzip allerdings ohne Bürger.
So wie es heute in der Zeitung stand quasi “wir machen weiter so, uns eint mehr als uns trennt.” Da wird mir Bange um diese Stadt, weil es scheinbar nur um politische Pfründe geht und nicht um die Bürger dieser Stadt, obwohl man das stets betont. Doch was ist außer Pfründe sichern dabei rüber gekommen?
Es ist eben so, jeder hat seine eigene Sichtweise aus dem Maß der gemachten Erfahrungen mit den politischen Gegebenheiten dieser Stadt. Für die Zukunft habe ich sehr arge Bedenken angesichts der vielen und mehr werdenden “Baustellen”….
Quote: “Danke für den netten und tiefblickenden Kommentar!”
Bitte, gerne.
Quote: “Ob Ihnen mein Blog gefällt ist mir gelinde gesagt auch egal.”
Warum denn so stutenbissig? Ich dachte, Kommentare und Meinungsbekundungen seien erwünscht? Oder gilt das nur für Zustimmung und Beifallsbekundungen?
“Schmitz’ Blog” – Ja, so könnte man das hier nennen! Aber “Strausberg’s – Feuilleton”??? Ich bitte Sie!
Quote: “Sie können sich ja die “Zumutung” und somit Ihre persönliche Enttäuschung ersparen.”
Enttäuschung ist nicht gleich Zumutung. Aber das scheint Ihnen probates Mittel zu sein: Nicht gleichzusetzende Dinge gleichzusetzen. Aber warum? Aus Unkenntnis, Überheblichkeit oder einfach nur Nichtwissen und Unsicherheit?
Quote: “Wer heute anders denkt ( als wer??? )”
…als Sie?!
Quote: “Wenn Ihnen meine Meinung nicht gefällt, ist das Ihr gutes Recht und ich habe damit gar kein Problem, was bei Ihnen im umgekehrten Fall wohl doch sehr problematisch zu sein scheint.”
Das, lieber Herr Schmitz, ist ein Unterstellung. Das erste Mal übrigens, dass ich Sie amüsant finde.
Quote: “Wer hier in Strausberg in den letzten Monaten die Grabenkämpfe begonnen hat, mit welchen Mitteln und mit den leuchtenden Augen der Unschuld, läßt sich sehr schnell darstellen, worauf ich gerne verzichte.”
Schade, wie so oft, wenn es dann mal doch interessant zu werden scheint…
Quote: “Sachverstand, Anstand und Pietät ist das was nicht nur ich von den “Grabenkämpfern” nicht im Geringsten bemerkt habe.”
…Wer im Glashaus sitzt, der… Oder: Wie es in den Wald ruft…
Quote: “Sehen Sie, ich bin gleichfalls froh nicht um dieses Amt kandidiert zu haben, aber ich bin froh die richtige Kandidatin unterstützt zu haben. Es entsteht der Anschein, dass Einigen das Wahlergebnis als tonnenschwere Last auf der ideologischen Seele liegt.”
In der Tat – wobei weniger auf der ideologischen, als viel mehr auf der steuerzahlenden. Ich freue mich schon jetzt sehr auf die Gebühren für nie stattfindenden Winterdienst, den Ausbau nichtvorhandener Strassen auf Kosten der Anwohner. Das hatten wir alles schon mal. Kreative Weiterentwicklungen oder Neueinführungen beinahe schon fest erwartend. Aber im Geldeintreiben (bitte NICHT nicht gleichsetzen mit Geld verdienen) ist unser aller neuer Bürgermeisterin ja dann wohl auch prädestinert und kommt Ihnen naturgemäß gelegen: Bauausschuss = Strassenbau??? Glückwunsch!
Herzlich
dean0469
Schön dass sich jetzt eine scheinbar intellektuelle und moralische Instanz sich meiner annimmt. Das war meinerseits auch irgendwie erwartet und ist auch keine Überraschung. Einen “nie stattgefundenen Winterdienst” haben Sie sicher beim noch Amtsinhaber angemahnt und eine Sie zufriedenstellende Reaktion erfahren. Dass Anwohner beim Straßenbau Beiträge zu zahlen haben, ist nicht die “Erfindung” der Stadt Strausberg, seines Bürgermeisters oder der Kämmerin der Stadt. Da das allgemein bekannt ist setze ich voraus, dass Sie das auch wissen und es ist schade dass Sie in dieser Hinsicht auf die Stadt “prügeln”. Sie haben doch selbst die Möglichkeit Ihre scheinbare Unzufriedenheit über den Wahlausgang und Ihre Erwartungen den Wählern zu sagen, der sich beteiligten Mehrheit einer Minderheit von gut 42% bzw. gut 38% – nur Mut!
Ich gehe weiter davon aus, dass Ihnen bekannt ist dass der Bauauschuss sich aus 9 Stadtverordneten zusammensetzt, quotiell vertreten aus den Fraktionen – wenn man einer angehört, und dort nach Mehrheitsprinzip für Investitionen eine Empfehlung (Pro oder Kontra) gegeben wird. Die letztliche Entscheidung zu Gunsten einer Investition, auch Straßenbau, steht der gesamten Stadtverordnetenversammlung zu. Das steht auf vielen Seiten Papier zwischen zwei Karton’s und nennt sich Gesetz und somit nachlesbar – wenn man will. Somit habe ich an Ihrem Glückwunsch kein Interesse, können Sie gern behalten.
Im Übrigen habe ich noch in Erinnerung, wenn auch nicht so scharf intellektuell kontouriert, dass wir fast alle Steuerzahler sind. Ehe ich selbst Steuern der Gemeinde kritisiere und personelle Begehrlichkeiten dafür zuordne, mache ich mir mehr ernsthafte Gedanken was bundes- und landespolitisch mit den “großen” Steuern gemacht wird. Afghanistan ist nur ein Thema – nicht total neu weil schon zu Sozialismuszeit mit Beifall der Herrschenden der DDR der “große Bruder” dieses arme Land 10 Jahre “befrieden” wollte. Sie erinnern sich? Ich schweife ab…
Herzlichen Dank für Ihre schulmeisterhafte Antwort. Diese bestätigt indess meine schlimmen Befürchtungen ob der Zukunft unserer Stadt.
Strausberg hat 26.000 Einwohner, von denen nicht einmal 9.000 (wahlberechtigt hin oder her) überhaupt die Lust verspürten, bei dem einen oder anderen Kandidaten ein Kreuzchen zu machen. Allein diese Tatsache spricht doch Bände?! Dann das Ergebnis: 51/49.
Das nenne ich Hornberger Schießen. Angesichts solcher Zahlen von Mehr- oder Minderheiten zu schreiben… – Herr Schmitz, ich weiß nicht recht. Da bewegen Sie sich auf dünnem Eis.
Vielleicht nicht unbedingt die Legitimation für Politik vom hohen Roß herab. Gehen Sie zu den Bürgern, überzeugen Sie die Bürger und sorgen Sie dafür, dass in Strausberg gemeinsam Politik gemacht wird – mit den Bürgern und nicht gegen Sie nur um des Prestiges wegen.
Ich lass’ mich gern überraschen…
Herzlich
dean0469
Und wer ist “Andi”? Ihrer Antwort, Herr “Admin” entnehme ich, dass “anonym” zwar anonym und feige, “Andi” aber bekannt und geschätzt ist. Oder liegt es einfach daran, dass Andi konform Ihrer Meinung ist? Aber egal…
Lassen Sie mich jedoch an dieser Stelle meine tiefe Enttäuschung zum Ausdruck bringen. Ihre oft müßig, selten amüsant zu lesenden Ergüsse als Feuilleton hinzustellen, lieber Herr Schmitz, das ist gewagt. Mehr noch: überheblich. Feuilleton ist dann doch mehr als plumpe Meinungsmache und politisch verzückte Selbstdarstellung.
“Schmitz’ Platt(!)form” wäre weit trefflicher und für die hier dargebrachten Plattitüden bezeichnender – unbestritten der Tatsache, dass Sie den einen oder anderen Fan haben dürften. Dennoch: Etwas mehr Respekt vor und Sachverstand bei der Auseinandersetzung (nicht Grabenkämpfe!) mit Andersdenkenden, bitte!
Herzlich
dean0469 (der ganz froh ist, dass Sie dieses Mal nicht mehr zur Bürgermeisterwahl standen und sich ernsthaft fragt, ob er jetzt anonym oder dean0469 ist)
Danke für den netten und tiefblickenden Kommentar!
Wer “Andi” ist ist mir eigentlich egal, ebenso “anonym”. Ob Ihnen mein Blog gefällt ist mir gelinde gesagt auch egal. Sie können sich ja die “Zumutung” und somit Ihre persönliche Enttäuschung ersparen. Andersdenkende haben vor vielen Jahren, als sie nicht anders denken sollten, erhebliche und öffentliche Repressalien erleben müssen.
Wer heute anders denkt ( als wer??? ), kann das tun. Genauso handhabe ich das auch und bin froh, dass die Meinungsfreiheit grundgesetzlich geschützt ist und wir nicht dem alles regelnden Alleinvertretungsanspruch einer unseeligen Partei unterworfen sind. Das hat mit Grabenkämpfen überhaupt nichts zu tun. Wenn Ihnen meine Meinung nicht gefällt, ist das Ihr gutes Recht und ich habe damit gar kein Problem, was bei Ihnen im umgekehrten Fall wohl doch sehr problematisch zu sein scheint.
Wer hier in Strausberg in den letzten Monaten die Grabenkämpfe begonnen hat, mit welchen Mitteln und mit den leuchtenden Augen der Unschuld, läßt sich sehr schnell darstellen, worauf ich gerne verzichte. Sachverstand, Anstand und Pietät ist das was nicht nur ich von den “Grabenkämpfern” nicht im Geringsten bemerkt habe.
Sehen Sie, ich bin gleichfalls froh nicht um dieses Amt kandidiert zu haben, aber ich bin froh die richtige Kandidatin unterstützt zu haben. Es entsteht der Anschein, dass Einigen das Wahlergebnis als tonnenschwere Last auf der ideologischen Seele liegt. Die Zeit heilt…
Quote: “Sie können sich ja die “Zumutung” und somit Ihre persönliche Enttäuschung ersparen”
Warum denn so stutenbissig? Ich dachte, Kommentare und Meinungsausausch seien erwünscht?
Quote: “Ob Ihnen mein Blog gefällt ist mir gelinde gesagt auch egal.”
Schmitz’ Blog wäre nach meinem dafürhalten durchaus ein akzeptabler Name.
Aber “Strausberg’s – Feuilleton”???? lol
Quote: “Wer heute anders denkt ( als wer??? )”
…Sie! (Siehe auch vorheriges Quote)
Quote: “Wer hier in Strausberg in den letzten Monaten die Grabenkämpfe begonnen hat, mit welchen Mitteln und mit den leuchtenden Augen der Unschuld, läßt sich sehr schnell darstellen, worauf ich gerne verzichte.”
Schade – wie immer, wenn es in Ihrem Blog mal interessant zu werden scheint!
Quote: “Es entsteht der Anschein, dass Einigen das Wahlergebnis als tonnenschwere Last auf der ideologischen Seele liegt.”
In der Tat, denn ob Frau Stadeler die richtige Wahl (für wen?) ist, das wird sich erst herausstellen müssen. Leider gibt es immer wieder Menschen, die aus Fehlern der Vergangenheit nicht lernen…
Herzlich
dean0469
Hallo Andi,
ich werde Frau Stadeler diesen Wunsch gern übermitteln.
Eine gute Wahl am 21. März…
Hallo, ich finde Herr Ritsch hat sich mit seiner A…-leckerei lächerlich gemacht. Ein sehr gelungerner Artikel, Glückwunsch! Alles Gute für Frau Stadeler!!!
Die Anonymen sind mir die Liebsten…immer schön in Deckung. Und im Übrigen…der Herr Ingolf hat sich selbst so hingestellt, war ‘ne tolle Nummer…
Es ist doch egal wo wer herkommt…und wenn man auch früher Jahrelang in Strausberg gewohnt hatte…man sollte nie einen Menschen schlecht hinstellen
In Deutschland hat schon einmal Jemand sein Ehrenwort gegeben. Dann kann man ja noch die Geschichte vom “wertlosen” Wasserturm dazu tun…ich wäre jedenfalls dafür! Mensch, das ist die Idee für einen der nächsten Artikel…danke!
Liebe Leser, meine Äußerungen und Fragen kann ich jederzeit belegen. Wenn Sie Hintergründe wissen wollen, dann rufen Sie mich an. Tel.: 0171-6109718
Ingolf Ritsch
wohnhaft in 15370 Fredersdorf-Vogelsdorf
Unternehmer in: 15377 Oberbarnim OT Klosterdorf
(wir arbeiten in ganz Deutschland)