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Überfüllt und nicht geschlossen… 19. August 2010

 
Am Tag nach unserer Ankunft haben wir erst einmal „Post gemacht“. Viele Briefe mit Rechnungen von Versorgern, Gas, Wasser und Telefon sind eingegangen. Es waren Abschlagsrechnungen, die nun mit den Kontoauszügen der OTP-Bank verglichen wurden. Es war alles ok, wir waren auf dem Laufenden.
Die Jahresablesung sollte ja auch so um die Monatsmitte geschehen, eine nette Frau mit einem kleinen Minicomputer. Danach stand der erste Einkauf bevor. Wir waren schon gespannt, wie denn in diesem Jahr die Besucherentwicklung aussieht. Au Backe, schon wie wir bei uns den Berg heruntergefahren kamen standen die ersten abgestellten Autos mit Kennzeichen von überall her. Dabei sind es bis zum Balaton etwa 800 Meter. Das ließ eine tolle Aussicht auf die Supermärkte Spar, Lidl oder Tesco zu…Auch dort waren die Parkplätze ziemlich voll und bei unserem „Stamm-Markt“ Lidl war auch ein schönes Gedrängel. Dabei war es nicht leise….Herauszuhören waren auch einige Landsleute jüngerem Alters vermutlich aus der Region südlich des Mains, die hier die richtigen Tipps zum Einkauf gaben. Manche Leute können ihre Dummheit auch nicht für sich behalten….
Nach dem Einkauf mit den Rest-Forints vom letzten Mal rasch noch zur OTP gefahren an den Bankomaten. Der Kurs ging so einigermaßen…272 Forint für 1 Euro. Im Frühjahr gab es nur 258 Forint und zum Start der neuen hiesigen Regierung gab es auch schon mal 298 Forint für den Euro.
Auf den Nachhauseweg dann noch gleich mal über die Kreuzung zum Hafen und zum Strand. Überall voll, voll, voll. So viele Menschen haben wir nicht immer in Fonyod gehabt. Das gilt auch nach den Berichten der älteren Ausgaben der deutschsprachigen „Balaton Zeitung“ für die gesamte Plattensee-Region. Die vielen immer auf Besucher hoffenden Vermieter und Restaurants wird es recht sein. Einige Tage später bei weiteren Einkäufen merkten wir was sicher auch viele andere Leute merkten – der Forint gibt sich sehr schnell aus. Es ist alles ziemlich teuer geworden, teilweise viel teurer als in Deutschland. Aber viele machen sich darüber nicht so viele Gedanken, denn Urlaub mit schönem Wetter ist ok und da schaut man nicht jede Stunde auf das Geld im Portemonnaies. Und wenn das alle ist, da gibt es ja noch die OTP mit dem Bankomat der die Forint von der Karte hergibt – oder auch nicht wenn zu Hause Ebbe ist!
Mittwochs und Samstags kann man ja noch kann man noch vorhandene mitgebrachte Euros auf dem Markt umtauschen, um das Geld dann an den vielen Ständen mit nicht endenden Reihen mit Damenunterwäsche auch in den ausgefallensten Größen, Pullovern T-Shirts , Kinderwäsche, Messern in jeglichen Ausführungen, Weidenkörbe oder an den vielen Obst-, Gemüse-, Tabak- und Schnick-Schnackständen auszugeben. Es gibt ärgerlicherweise immer noch die gut 10 Stände mit Hundewelpen verschiedener Rassen. Diese Stände sind immer dicht umlagert und man gafft gierig nach den kleinen Viechern, die bei mehr als 30 Grad in der Sonne schier um ihr Leben japsen. Einige Leute geben auch schon mal eine nicht unbeträchtliche Summe übern Tisch, um dafür den „Stammbaum“ und weitere Computerdrucke und ein kleines viel zu früh von der Mutter genommenes Hundebaby übergeben zu bekommen. Das sind die zukünftigen Dauerpatienten der Tierärzte…doch die muss man dann auch oft teuer bezahlen.
Es ist voll und es brummt. Rundum in der Fonyod – Nachbarschaft standen Autos mit Kennzeichen auch aus der “Ost – Kurve”, unserer Nachbarschaft in Deutschland. Die sind mittlerweile aber schon alle wieder weg, die Schule fängt wieder an und hoffentlich hat das Geld gereicht. Die wollen aber irgendwann wieder kommen. Samstags ist immer Wechsel – Abreise früh und Anreise Nachmittag. In der Woche ist es schon ruhiger auf den Straßen und am Strand geworden. Der kommende Samstag ist immer um diese Zeit so der „große Schnitt“. Dann sind noch die Senioren oder Eltern ohne schulpflichtige Kinder hier. Dann wird es auch auf dem Markt wieder überschaubarer und das Geschubbse ist vorbei. Anfang September machen dann auch viele Saisongaststätten zu „Wir haben ganzjährig geöffnet –April bis September“!!!! Da auch die Restaurants arg teuer geworden sind, haben wir keinen Verlustschmerz.

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