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Ein fast normales Wochenende… 23. August 2010

 
Das vergangene Wochenende hatte schon etwas – es war ein längeres Wochenende, der Freitag war Feiertag, Szent Istvan Tag (Nationalfeiertag). Überall in den Gemeinden wurden Tage zuvor sämtliche Betonmasten an den Straßen mit kleinen Fahnen Ungarns oder der jeweiligen Gemeinde, gesteckt in einer weit oben angebrachten Metallhülse, geschmückt. Die Wimpel sind etwas größer als die den ehemaligen DDR-Bürgern bekannten „Winkelemente“. Der Tag begann auffallend ruhig, lediglich die Glocken der Kapellen, die zum Gottesdienst riefen, waren zu hören. Niemand rundum hatte irgendetwas an, was Krach machte. Ein schöner auffallend ruhiger und sonniger Morgen mit einem auch dadurch sehr angenehmen Frühstück. Lediglich die Hunde der Nachbarschaft riefen sich etwas über die Zäune zu – wahrscheinlich „Hallo, einen schönen Feiertag“!
 Am Hafen auf dem großen Vorplatz vor den Lokalen und Caffee’s waren viele Veranstaltungen, die vom Nachmittag beginnend bis in den späten Abend gingen. Viele Menschen, nicht nur Touristen, waren unterwegs. Insbesondere wurden viele Sachen für und mit den Kindern gemacht. Doch am späten Nachmittag startete in der Nachbarschaft eine Fete von angereisten Wochenendbesuchern mit laut vibrierender Musik, die an Techno-Konzerte erinnert ohne dass ich auf eines dieser jemals war – äußerst unangenehm. Doch zum Abend erlahmte die Kondition oder der Trinkgelage hatte inzwischen Mangel an Flüssigem. Es wurde auffallend ruhig und ein schönes Höhenfeuerwerk, zu sehen von uns aus in vielen Gemeinden am Balaton, beendete den Tag
 Der Samstag begann schon recht früh mit der üblichen gewohnten Betriebsamkeit in der Nachbarschaft. Grasmäher, egal ob mit Verbrenner- oder Elektroantrieb, verbreiteten ihre Geräusche vermischt mit dem immer wieder dazwischen zu hörenden Motoren der Freischneider. Das geht so übern den Tag, die Grundstücke sollen ja schließlich schick sein. Der Samstagseinkauf, mit der Hoffnung dass es schon etwas leerer ist wegen des Abreisens, war ein ziemlicher Stress. Die E71, die die Orte verbindet, war voll. Auto an Auto und man hatte Mühe einen Platz dazwischen zu bekommen. Der Markt war wie an den Markttagen vorher mehr als voll. So war der halbe Samstag mit dieser betriebsamen Hektik ausgefüllt. Am Nachmittag war Baden angesagt. Das hatten wir auch in der Vergangenheit so gehandhabt – zumindest jeden zweiten Tag mal für ein, zwei Stunden an’s Wasser. Unser Pico, das seit Mai dieses Jahres neue vierbeinige Familienmitglied ist natürlich dabei. Um es kurz zu sagen, der Rüpel ist kein Freund von Wasser. So kommt er als „Passagier“ oben auf die Luftmatratze oder ins Schlauchboot und macht von dort aus seine „Marineübung“. Das geht ganz wunderbar und schnell vergeht so die Zeit bis trotzdem ein gewisses Ziehen in den Gelenken sich bei uns bemerkbar macht. Jetzt ist die Wärme der Sonne gefragt… Danach war dann zu Hause die Zeit für einen wohlschmeckenden Kaffee und selbstgebackenem Pflaumenkuchen….Hmm, lecker!

Der Sonntag begann so ruhig wie der Freitag. Das ist in der Regel eigentlich immer so. Bis dann irgendwo der erste werkelnde Nachbar zu hören ist. Zum Mittag ist dann die Geschäftigkeit voll im Gange, egal wie laut. Also holte ich die lange Leiter aus der Garage und machte die Kettensäge startklar. Zwei Koniferen haben sich in den vergangenen zwölf Jahren ziemlich weit empor gereckt und konkurrieren mit der Freileitung von EON. Das umso mehr, als EON vor etwa drei Jahren einen neuen Betonmast neben den alten durch LKW-Unfall umgefallenen Mast aufstellt und die Freileitung so etwa zwei Meter schräg übers Grundstück spannte. Ein Rechtsstreit als Gast im Lande ist langwierig und teuer und die Spitzen der Koniferen abgeschnitten ist schneller gemacht und preiswerter. Das ging am Anfang auch recht zügig trotz Hitze, bis ein kluger vorbeifahrender Mensch anhielt und mich „aufklärte“, dass das so nicht geht wegen des Ortsbildes. Was meint den der? Die Pflanzen haben wir gekauft und auch eingebuddelt. Mit Wasser und Pflege haben sie es in die Höhe geschafft und bei Regenwetter wie in der vorigen Woche knistern die Äste in der Freileitung. Also Leiter zusammengebaut, der weiterfahrende aufklärende Mensch verhalf zu Sonntagsruhe und EON soll selbst am Ortsbild rumschnippern – meinen Segen hat man… Eigentlich wie in Deutschland! kopie-vonp1000949

 

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