Letzte Kommentare

Sommer, Herbst, Sommer und Markt

Seit etwa 10 Tagen sind wir nun wieder in Fonyod. Nicht nur der Garten machte einen ziemlich tristen Eindruck, richtigerweise einen trocknen Eindruck. Vom grünen Gras vom Mai war nicht mal mehr eine Ahnung davon übrig geblieben. Alles war braun und wie der Nachbar mir sagte hatte es in den letzten 8 Wochen keinen nennenswerten Niederschlag gegeben. Das hatte es schon immer wieder gegeben, fast wie Gezeiten, aber Mai und Juni hatten sonst immer ergiebige Niederschläge zwischendurch. Der Balaton selbst hat in diesem Jahr wenig Wasser – zum Baden reicht es alle Male. Zwei Tage wurde bei glühender Hitze mit etwa 35 Grad Ordnung im Garten hergestellt und danach und vorhersagegemäß trübte sich am vergangenen Mittwoch der Himmel ein, Gewitter und teilweise ergiebige Regenfälle bestimmten nun die Wetterlage. Temperaturen von 13 bis 20 Grad veranlassten viele Urlauber, den Strand und den Balaton zu meiden. Man traf sie in großer Anzahl beim Einkaufen in allen Märkten und auch in Fonyod auf dem Markt, trotz Regen am vergangenen Samstag. Noch nie in all den Jahren kam es vor, dass wir im Hochsommer am Abend die Heizung in Gang brachten. Klimawandel…?
Und dabei soll das bisherige Jahr insgesamt zu warm oder zumindest wärmer gewesen sein als alle zuvor. So brachte das Wetter der letzten Woche dem Strand viel weniger Gäste, aber Gaststätten und Eisdielen und Märkte hatten einen viel besseren Zulauf. Heute Morgen um 9 Uhr kam die Sonne erst zaghaft durch die Wolken, eine halbe Stunde später war der Himmel fast ohne Wolken ziemlich klar. Ein toller Tag kündigte sich so an – Mittwoch ist Markttag in Fonyod. Schon die kurze Anfahrt dorthin war heute sehr stressig, Autos, Autos und noch mehr Autos. Alle verfügbaren Plätze in den Straßen am und zum Markt waren voll geparkt. bild010 Direkt am Markt waren eine Hüpfburg, ein kleines Karussell und Ponyreiten das Angebot für die Kinder. Dazwischen war angenehm die Panflöte eines Folklorekünstlers zu hören, den wir schon von den vergangenen Jahren kannten. Wer wollte konnte sich noch eine Riesenschlange fürs Foto und Forints um den Hals legen lassen.
Ansonsten waren alle Stände dicht belagert. bild009 Menschen die zum Markt drängten, wir gehörten heute mal wieder dazu, ließen angesichts des Gedränges nur ganz langsames und gemütliches Gehen zu. Bei uns standen heute Tomaten, Paprika, Zucchini und frischer Dill auf dem Einkaufszettel. Kein Problem, das Angebot ist riesig und sehr gut, man schaut dann nur noch auf kleine Qualitäts- und Preisunterschiede. Nach einiger Zeit hatten wir alles für einen sehr überschaubaren Preis im Einkaufsbeutel und schoben durch die Menge langsam zurück. bild011 Große Nektarinen und Pfirsiche verlockten noch und der Preis von unter einem Euro fürs Kilo war bei der sehr guten Qualität ok. Bleiben wir noch oder fahren wir zum Strand und naschen dort ein Eis – so meine Frage. Ja, Eis und Strandkaffee sind willkommen und das Auto nun vorsichtig und langsam durch die Menschenströme auf den Straßen gesteuert – geschafft, trotz ziemlichen Verkehrschaos waren wir dann wieder auf der Hauptstraße, zumal heute auch noch Grünmülltag mit den dazu gehörenden Fahrzeugen war. Über den Bahnübergang und zum Strand ist es nicht weit, doch kein Platz war fürs Auto zu bekommen trotz Bewirtschaftung mit 200 Forint/Stunde. Danke, das war es dann. Auf unserer Terrasse haben wir dann unser Eis aus dem Frost geholt und zwei lecker Schälchen fertig gemacht und lecker und genüsslich ohne Stress und Andrang genossen. Am kommenden Samstag ist wieder Markttag…

Comments are closed.