Sie wollen es jetzt wissen…

Sie wollen es wissen, die von der SPD
Ganz neu ist das Thema wahrlich nicht, das von der Fußgängerzone in der Großen Straße. Bereits in den 90ger Jahren sind genügend gut ausgearbeitete Konzepte vorgelegt worden. Ein im Konsens der Stadtverordnetenversammlung ausgewähltes Planungsbüro D. Hunger aus Dresden hatte eine gute Grundlage gelegt. Vorstellungen des Konzeptes, übrigens auch noch die Straßenbahn in der Großen Straße berücksichtigend, erfolgten mehrfach in der Stadtverordnetenversammlung.
Eigentlich hätte es was werden können, doch im Oktober 1994 hörte eine Mehrheit der Stadtverordneten auf des Gerede eines Händlers aus der Straße, der mit der Fußgängerzone auch den Untergang des gesamten Abendlandes in Verbindung brachte – Wenn das so kommt, gehen alle pleite! Nun ist die Fußgängerzone mehrheitlich in diesem besagten Oktober 1994 in der Stadtverordnetenversammlung symbolisch zu Grabe getragen worden.
Keine Fußgängerzone und dennoch weitere Pleiten…. um mit den damals angebotenen Vokabeln weiter zu formulieren. Fluktuation gab es zu Hauf, Schuld waren jeweils die Anderen. Wer sind die Anderen? Na in erster Linie die Stadtverwaltung mit ihrem völligen Unverständnis für die Gewerbetreibenden der Großen Straße (gibt’s solche nicht auch noch wo anders?) und im Weiteren natürlich die äußeren Umstände wie massenhaft fehlende Parkplätze in der Innenstadt. Was es alles für lustige Ideen gab – Wenn wer bei mir einkauft bekommt gegen Vorlage seines Parkscheines das Geld dafür von mir zurück! Ha, ha hat wohl nicht so richtig funktioniert – natürlich waren es wieder die Anderen.
Also konnte dann in der Großen Straße geparkt werden – Kurzzeitparken für die massenhafte Kundschaft zum Einkaufen nach Einlösen eines Parkscheines am Parkscheinautomaten. Doch die meisten Plätze waren bereits zugestellt bevor die Kunden kamen von den Händlern der Geschäfte neben den Parkflächen. Ha, ha wieder sind die Anderen schuld gewesen. Die Stadt muss genügend Stellflächen nahe an den Geschäften errichten und kostenloses Parken ermöglichen. Da hatte damals der PDS-Beigeordnete und Zuständige für den wirtschaftlichen Aufschwung die zündende Idee. Wieder kamen kaum Kunden heran, weil wieder oft genug schon zugestellt – na von wem?
So schleppte sich dieses Thema quasi durch die Jahre. Irgendwann kam ein Apotheker und ein Optiker auf die Idee – Der Süden der Großen Straße muss aufgemacht werden damit noch mehr Autos, und zwar als Durchgangsverkehr in beide Richtungen mit 20km/h, in die Innenstadt gelangen können. Das sollte den wahren Umsatzaufstieg organisieren. Also wurden die warmen Eisen der politischen Verbündeten dieser Schnapsidee geschmiedet. Ja, aber am Abend und nachts möchte man ja den Anwohnern der Innenstadt Ruhe und Entspannung vom Geschäft der meist hier nicht Wohnenden gönnen. Das sollte dann automatisch über Zeitschaltuhr mit versenkbaren Pollern gemacht werden. Also beschloss eine Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung, vornehmlich die zu dieser Zeit noch wirkende Kooperation Linke/SPD, dass dieser Unfug des mit viel finanziellem Aufwand organisierten Chaos Wirklichkeit wurde.
Eine Kollegin der SPD begründete die Zustimmung zum Unfug folgendermaßen „Mit der Öffnung der Großen Straße inklusive des Pollers machen wir einen Schritt Richtung Fußgängerzone“. Diese Logik ließ mich zusammensinken weil nicht zu begreifen. Der Apotheker ist nun weg, ist Rentner und hat seine Apotheken verkauft, der Optiker ist noch da und das Chaos schwappt so hoch, dass es jetzt der SPD anstinkt oder zukünftige Wahlen lassen etwas ahnen. Man hat also Initiative und Kleingeld ergriffen, ohne den ehemaligen Kooperationspartner um Erlaubnis zu bitten, und hat einige tausend Postkarten drucken lassen um diese in alle Haushalte zu geben mit folgendem Text: Bis heute ist die Verkehrssituation in der Altstadt Strausberg unbefriedigend. Seit 20 Jahren setzt sich die Strausberger SPD-Fraktion schon für die Fußgängerzone ein. Damit es jetzt vorangeht, ist Ihre Meinung gefragt.
Jetzt ist man mutig und will alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt fragen und nicht nur vier Hände voll Händler inklusive dem Apotheker und dem Optiker wie bisher. Mit DAFÜR oder DAGEGEN hat man ja nun als einbezogener Bürger zumindest 50% der möglichen 100% Demokratie zu diesem Thema jetzt in den Händen mit dieser Postkarte – Bitte freimachen – steht auch noch drauf. Dass das Thema wieder versandet ist anzunehmen, denn kaum ist die Befragung bekannt regt sich Protest. Und ein ganz Lauter sieht schon wieder den Bestand und die Kultur des Abendlandes der Großen Straße gefährdet und ein weiterer nicht minder Lauter will erst eine Brücke oder Tunnel über/unter die S-Bahn haben, damit der Verkehr, der nun Fußgängern weichen könnte, aus oder um die Große Straße abfließen kann. Also die doch vorhandenen selbst bekennenden Verkehrsexperten sind wieder helle wach.
Interessant und ehrlich wird es erst in dem Augenblick, wenn die Befragung ausgewertet wird, ob sich überhaupt viele Bürger beteiligten und bis wann. Das ist aus meiner Sicht ein arger Mangel… ich könnte also auch Weihnachten 2013 meine Karte zurück schicken – frei gemacht.
Übrigens – wer in Strausberg Samstags oder Sonntags einen ganz einsamen Platz sucht, der soll einfach in die Große Straße gehen. Es ist zuuuuu und keine Fachberatung und fast niemand zu sehen!
Bin gespannt, wie es weiter geht, bis dann….

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