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Gegründet

Es war öffentlich der Hinweis erschienen, in der örtlichen Presse MOZ und im regionalen Fernsehen „Strausberg TV“, dass sich Interessenten treffen wollen, um einen Förderverein am Flugplatzmuseum gründen zu wollen. „Wenn nicht jetzt, dann nie“ so der als dringend verstandene Hinweis. Aufgerufen waren alle Interessenten, die sich mit dem Flugplatz und das Flugplatzmuseum interessensmäßig identifizieren könnten, die in einem solchen Interessenverein sich zusammen tun wollen. p1020187_0
Na ja, dachte ich, da gehst du mal hin und hörst Dir das an. Ich hatte vor einigen Jahren, genau schon einige Zeit nach 1990 einige Modellbauexponate in das erste auf dem Flugplatz entstandene Museum gegeben. Das waren Modelle von Segel-Flugzeugen, die hier in Strausberg auf dem Platz im Original geflogen sind. Zum 60. Jahrestag des Flugplatzes im Jahr 2006 hatte ich dann noch rechtzeitig einen Oldie-Segelgleiter „Hols der Teufel“ im Maßstab 1:3 und eine Rippe der Tragfläche in Originalgröße fürs neu erbaute Museum gebaut. Da ich nach wie vor gern Flugmodelle baue, insbesondere die Oldies aus der Geschichte der Luftfahrt in Deutschland und darüber hinaus, interessiert mich natürlich auch der Umstand, wenn sich noch mehr Strausberger für das Anliegen interessieren.
Die um 14.00 Uhr beginnende Veranstaltung war recht gut besucht. Ich war mit meinen fast 67 Jahren einer der jüngeren Teilnehmer. Die Begrüßungsrede des freundlichen Herrn, der das Anliegen vorher organisatorisch vorbreitet hatte, ging auf viele möglichen Details, Fragen und Anliegen eines solchen zu gründenden Vereines ein. Dabei wurde mir klar, dass ich eventuell auf einer falschen Veranstaltung bin und meldete mich auch anschließend gleich zu Wort. Ich bezog mich auf die öffentliche Einladung im Interesse des Flugplatzes und seines Museums und nicht auf die erkennbare Tendenz, daraus einen militärhistorischen Verein der NVA zu gründen. Dann müsste ich gehen, da das nicht mein Anliegen und Interesse wäre. Wer soll die Vereinsarbeit machen angesichts des am Tisch sitzenden Altersdurchschnittes ohne wen zu nahe treten zu wollen? . p1020189_0 Wenn wir uns hier nur auf das Thema „Fliegen in Strausberg“ mit all seinen Facetten beschränken, und da ist viel zu machen, dann würde ich mit unterstützend weiterhin zur Verfügung stehen wollen. Das sah die Mehrheit der Anwesenden gleichfalls so und nach einer kurzen Pause machte man mit kleiner gewordener Anzahl von Interessenten weiter in Richtung Gründung. Die Mustersatzung wurde erläutert um sich klar zu sein, dass hier noch eine Menge an Arbeit auf die Gründungsmitglieder zukommen wird, bis alle erforderlichen Unterlagen vollständig und mängelfrei von den Gründern beim Notar vorgelegt werden können. Wichtig ist aber die Tatsache, dass sich genügend Anwesende durch Eintrag in die Namensliste der Gründer und ihre Unterschrift bereit erklärt haben, den Verein auch rechtmäßig ordentlich zu gründen. Insofern galt es um 15.30 Uhr noch immer „Wenn nicht jetzt, dann nie“. So ist nach einem etwas eckigen Einstieg in die Gründung eines gemeinnützigen Fördervereins eine richtige mit Unterschriften besiegelte Willensvereinbarung geworden.
Ich meine, dass es für den Flugplatz, seine lange Geschichte und sein Museum ein guter Tag gewesen war. Mögen viele gute Tage folgen…

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