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Ausfahrt

Auch hier in Fonyód erreichte mich dank Post-Nachsendung die Einladung für die Wiederholungssitzung der Konstituierung der am 25.05.2014 gewählten Stadtverordnetenversammlung Strausberg.
Die Sitzung war für den 17. Juli um 17.30 Uhr im Volkshaus Nord in Strausberg festgelegt. Da sitzt man gut 1200km Fahrstrecke von Strausberg weg und dann das ganze Spektakel wegen der Wiederholung als dringende Empfehlung der Kommunalaufsicht.
Doch mit der Wahl hat man auch eine Pflicht übernommen – so zumindest sehe ich das. Eine ausgiebige Beratung in der Familie nach dem Motto „ was machst Du nun?“ schloss sich dem Öffnen der Post von der Verwaltung an. Letztlich gab es Zustimmung für den „Kurztrip“ von Fonyód nach Strausberg und zurück – alles wegen der Konstituierung der SVV. Solch eine Sitzung ist für mich ein sehr wichtiger Termin und Anlass am Beginn der Arbeit, dass für mich Erscheinen quasi eine Selbstverständlichkeit ist, eben alte bodenständige Erziehung von zu Hause…

Am 16.07. früh um 8.00 Uhr ausgeschlafen, gut gefrühstückt und mit ausreichend Reiseproviant ausgestattet fuhr ich in Fonyód los über Sopron, Wien, Passau nach Strausberg, wo ich am Abend knapp 21.00 Uhr von der Hitze etwas geschunden ankam.
Pünktlich zum Sitzungsbeginn war ich am Donnerstag vor Ort. Da schon einmal vor 4 Wochen geübt, mit einem kleinen Formfehler sich selbst deklassiert, wollten wir keine erneute Schlappe organisieren. Es lief alles wie schon vor 4 Wochen, lediglich einige Stadtverordneten fehlten diesmal aus welchem Grund auch immer. Lediglich konnte diesmal eine äußerst knappe Mehrheit, trotz der von der Links-Fraktion beantragten namentlichen Abstimmung, der Bürgermeisterin den Vorsitz des Hauptausschusses „bescheren“. Ich betrachte das als Vorteil, hatte es selbst fast 12 Jahre gemacht ohne dass irgend eine Fraktion das an sich ziehen wollte.

Na klar, das ist ein Bezahlposten mit Aufwandsentschädigung, das Geld kann man „mitnehmen“ und die Vorarbeit muss ohnehin die Verwaltung machen. Der Bürgermeister/die Bürgermeisterin macht das „qua Amt“ und man erhält dafür keine zusätzlichen Zuwendungen und sie muss die Vorarbeiten dennoch durch die Verwaltung machen lassen. Das spart der Stadt Geld, keine Millionen aber dennoch, und es ist eine gute Entscheidung. Ich will hier nicht über die Gegen – Stimmen mutmaßen, das kann ich mir sparen.

Spät am Abend fuhr ich mit Reiseproviant versehen, guter Musik und einem sehr guten Gefühl wieder nach Fonyód zurück, wo ich erst spät am Freitag Nachmittag ankam. Die Sachsen und Thüringer waren wegen des Ferienbeginns nun auch auf der Piste und Autos so weit man sehen konnte zu dritt nebeneinander bei 33 Grad außen. Duschen brachte nur mäßige Abkühlung.

Samstag in der Frühe rasch zum Balaton runter und gebadet und zum Frühstück zurück – das hat für die Hitzefahrt entschädigt. Beim Frühstück wurde ausgiebig „Bericht erstattet“ und die Familie hat noch nachträglich gutgeheißen diese Fahrt gemacht zu haben. Etwas verrückt muss man wohl sein, um so etwas zu machen. Aber sonst ist das Politik-Leben oft genug dröge und mitunter monoton, da fehlt dann etwas Pepp wie 1200 km zu einer Sitzung zu kutschieren. hibiskus1

Pünktlich nach meiner Ankunft und wie eigentlich in jedem Jahr blüht seit Samstag unser Riesen Hibiskus – ist doch auch sehr schön…. hibiskus2 Die nächsten 14 Tage werden wir ohne Politik aus Strausberg hier es uns gut gehen lassen wollen, versprochen. Wenn einem also Gutes widerfährt…..

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