Ein ganz dickes Brett….

Nachdem ich bereits vor etwa 18 Monaten über die Gründung des Fördervereines „Flugplatzmuseum Strausberg e.V.“ berichtet hatte, stellt sich inzwischen eine ganz neue und tolle Aktivität des Vereines in den nächsten Tagen mit einem Tag der offenen Tür vor.
Der Verein hat eine am Boden durch Überschlag verunfallte Antonow AN-2 zum Schrottpreis gekauft, um das nicht gerade kleine Teilchen vor der Schrottpresse zu retten.

anna1 Der Überschlag am Boden und die Beschädigungen waren der Grund, dass das Flugzeug nicht mehr in Dienst gestellt wird. Die vier Blätter des Propellers sind nicht nur verbogen, die sind richtig krumm und somit leider Schrott. Dennoch waren die gesamten Beschädigungen einigermaßen überschaubar.
Das am Heck hochstehende Seitenleitwerk hat beim Überschlag eine ganz herbe Delle bekommen, es ist gestaucht und geknickt und ist hin. Ein Ersatz-Seitenleitwerk ist ausfindig gemacht worden, nun muss verhandelt und gehandelt werden. Ohne Seitenleitwerk sieht auch die AN-2 nicht so toll aus… anna5 Eine Tragfläche hat es auch ganz schön getroffen. anna4
Der Förderverein hat sich das Ziel gestellt, die AN-2 soweit wieder zum Flugzeug zu reparieren, dass es als Ausstellungsobjekt auf dem Flugplatz in unmittelbarer Nähe zum Flugplatzmuseum abgestellt werden kann. anna3 Hier auf dem Flugplatz sind viele Jahre diese Flugzeuge stationiert gewesen und die Strausberger Bürger kennen sie noch ziemlich genau. Keine Angst, anna8 der Motor soll nicht mehr zum Laufen gebracht werden, gehört aber der Komplettheit wegen zum Flugzeug. Hier sind bereits vier Ersatzblätter des Propellers beschafft worden.

Weiterhin ist schon Ersatz für die beschädigte Tragfläche besorgt worden – man muss eben wissen wo so etwas noch vorhanden ist. Und einige Kollegen im Verein wissen das eben mal…. anna7

Doch es ist noch viel, viel Arbeit erforderlich bis der Flieger, ohne Anspruch wieder geflogen zu werden, repariert und komplettiert ist. Neben den genannten Schäden sind vor Transport nach Strausberg noch andere Schäden beim Bewegen des Flugzeuges durch unsachliches Hantieren von Helfern mit einem Gerät wie einem Gabelstapler entstanden. Einfach mal einen Teil der Gabel des Staplers durch die Aluhaut gestoßen und nach oben ausgerissen – das zeugt von Nichtkönnen des Fahrers. Kein Manöverschaden.

Das muss nun aufwendig repariert werden. Das erforderliche Blech ist schon geordert und es muss nur noch gewerkelt werden. Nieten ausbohren, Schablonen zum Flicken der Außenhaut herstellen, aufs Blech übertragen und mit einer scharfen Schlagschere sauber ausschneiden. Dabei ist man auf Unterstützung örtlicher Handwerksbetriebe  mit solchen Geräten  angewiesen!
Neue viele Löcher für die vielen Nieten bohren und dann neu vernieten, vorher den Schnitt außen anschäften, die Auflage vorbereiten wegen der erforderlichen Dichtheit der Reparaturstellen. Davon gibt es einige…. anna9

Diese Arbeit wird einige Vereinsmitglieder ordentlich ausfüllen, handwerklich „vorbelastete“ Helfer mit geschickten Händen sind immer willkommen. anna10

Wer mitmachen möchte kann sich beim Verein oder auch bei mir melden. anna11 Klappern gehört zum Handwerk, ich bin Handwerker und klappere in der nächsten Zeit für den Verein und die AN-2.

 

Fortsetzungen werden folgen….

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